Mittwoch, 4. März 2015

Karriere: Der Weg zur Midlife-crisis

Eine landläufige Redewendung ist "Lebst Du, um zu arbeiten oder arbeitest Du, um zu leben?". Ein Spruch der dann mal gern weggelächelt wird. Neben leichter Belustigung dürfte der Spruch auch gar nicht besonders weit in unser Gehirn vordringen - schließlich stellt sich die Frage ja gar nicht. Aber man sollte sich die Frage mal drastischer stellen: Was wenn Sie am Ende des Lebens feststellen, dass Sie Ihr ganzes Leben für die Arbeit geopfert haben? Wenn Sie auf vieles verzichtet haben, was Sie jetzt nicht mehr nachholen können? Das nennt sich dann Midlife-crisis: Man stellt fest, dass die falschen Dinge wichtig waren und dann kauft Mann sich einen Sportwagen und versucht die Jugendlichkeit nachzuholen.

Dienstag, 17. Februar 2015

Das "sozio-kognitive" Brett vorm Kopf

Haben Sie sich nach dem letzten Post mal mit Ihren Gummibändern befasst? Nein - grad keine Zeit oder keinen Nerv gehabt, nicht wahr!? Das ist das Ober-Gummiband des Alltags: Da grätscht' uns wieder mal ein Problemchen in das wackelige Wohlbefinden und kurz denken wir, es müsste sich was ändern. Tut sich dann aber doch nichts. Um unsere "kognitive Belastung" niedrieg zu halten, beschränken wir uns auf das was sein muss. Eine Veränderung wäre zwar ganz schön - aber es gibt gerade wichtigeres. Das stecken wir wieder zwischen zwei Gummibändern: Nach hinten zieht die Mühe, etwas zu verändern, nach vorne zieht der Wunsch etwas zu verbessern. Also möchte ich mal was dazu beitragen, dass es vielleicht interessanter wird, tatsächlich etwas zu verändern!

Dienstag, 3. Februar 2015

Ich will so bleiben wie ich will - Du musst.

Heisst es in der Werbung noch, dass man so bleiben darf, wie man will, könnte die Realität doch anders aussehen. Wieviel freie Wahl haben wir eigentlich bei dem was wir denken und tun? Was beeinflusst unser Verhalten und was verhindert Veränderungen, falls wir sie wünschen? Während es mit dem beworbenen Produkt (angeblich) leicht sein soll nicht zum Moppel zu werden, gestaltet es sich umgekehrt eher schwierig Veränderungen zu schaffen. Wie schön wäre es beim Grübeln, beim Stress, bei den Lasten den Alltags mal abzuspecken. Wie von zwei Gummibändern werden wir in unserer Position gehalten. Unsere Wünsche ziehen uns nach vorne - unsere Bedenken und Gewohnheiten nach hinten. Je mehr wir uns in die eine oder die andere Richtung bewegen, desto stärker zieht die Gegenrichtung. Da scheint es am einfachsten, einfach in der Mitte zu verharren - was wir meist auch tun.

Freitag, 9. Januar 2015

Au-Au-Automatismen: Warum das mit guten Vorsätzen wahrscheinlich nix wird...

Es ist schon ein Leid mit dem inneren Schweinehund. Der Jahresbeginn ist Hochsaison für platzende Träume: Alles wird besser, man macht, was man unbedingt mal ändern sollte - und nach zwei Wochen ist der Spuk vorbei. Aber warum kann man denn nicht einfach abnehmen oder das Rauchen aufhören? Es zwingt uns ja niemand zu rauchen oder zu essen. Und was ist ein innerer Schweinehund? Warum braucht man Disziplin? Haben Sie schonmal mit Word gearbeitet? Was da alles automatisch passiert - meistens versucht man das wieder hinzubekommen, was Word da gerade wieder von ganz allein gemacht hat. Und mit dem Hirn ist es ganz ähnlich!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Frisch gewischt und frisch gestrichen: Möbeln Sie ihren Job auf!

Das Jahr neigt sich dem Ende und die Verschnaufpause ist in Sicht. Für's neue Jahr stehen aber schon wieder viele Ideen für gute Vorsätze an. Wie wäre es denn, wenn Sie nächstes Jahr mal Ihren Job richtig aufmöbeln? Zwei Faktoren können Ihnen dabei helfen: Ein Frühjahrsputz und eine hübsche Renovierung. So gewinnen Sie mehr Freude an der Arbeit, ohne den "Saftladen" abzureißen! Die Zweifaktoren-Theorie von Herzberg zeigt Ihnen welche zwei Dinge sie aufpolieren müssen.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Schluss mit lustig: Vergnügen ist eine ernste Angelegenheit.

 Da haben wir im Laufe unserer Entwicklung endlich die langsame Veränderung durch Evolution überwunden, nur um festzustellen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen! Unsere rationale Art, die Gefühle (positive wie negative) ächtet, scheint nicht im Sinne der Evolution zu sein. Wir halten uns also für schlauer, als unser eigenes Gehirn. Oder warum versuchen wir Emotionen zu unterdrücken, wo sie doch offensichtlich zu unserem psychischen System gehören? Wir sind wie ein Hund, der seinen Schwanz jagt um ihn loszuwerden. Man dreht sich im Kreis, wenn man versucht etwas loszuwerden, das zu einem gehört.