Heisst es in der Werbung noch, dass man so bleiben darf, wie man will, könnte die Realität doch anders aussehen. Wieviel freie Wahl haben wir eigentlich bei dem was wir denken und tun? Was beeinflusst unser Verhalten und was verhindert Veränderungen, falls wir sie wünschen? Während es mit dem beworbenen Produkt (angeblich) leicht sein soll nicht zum Moppel zu werden, gestaltet es sich umgekehrt eher schwierig Veränderungen zu schaffen. Wie schön wäre es beim Grübeln, beim Stress, bei den Lasten den Alltags mal abzuspecken. Wie von zwei Gummibändern werden wir in unserer Position gehalten. Unsere Wünsche ziehen uns nach vorne - unsere Bedenken und Gewohnheiten nach hinten. Je mehr wir uns in die eine oder die andere Richtung bewegen, desto stärker zieht die Gegenrichtung. Da scheint es am einfachsten, einfach in der Mitte zu verharren - was wir meist auch tun.
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Dienstag, 3. Februar 2015
Freitag, 9. Januar 2015
Au-Au-Automatismen: Warum das mit guten Vorsätzen wahrscheinlich nix wird...
Es ist schon ein Leid mit dem inneren Schweinehund. Der Jahresbeginn ist Hochsaison für platzende Träume: Alles wird besser, man macht, was man unbedingt mal ändern sollte - und nach zwei Wochen ist der Spuk vorbei. Aber warum kann man denn nicht einfach abnehmen oder das Rauchen aufhören? Es zwingt uns ja niemand zu rauchen oder zu essen. Und was ist ein innerer Schweinehund? Warum braucht man Disziplin? Haben Sie schonmal mit Word gearbeitet? Was da alles automatisch passiert - meistens versucht man das wieder hinzubekommen, was Word da gerade wieder von ganz allein gemacht hat. Und mit dem Hirn ist es ganz ähnlich!
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Frisch gewischt und frisch gestrichen: Möbeln Sie ihren Job auf!
Das Jahr neigt sich dem Ende und die Verschnaufpause ist in Sicht. Für's neue Jahr stehen aber schon wieder viele Ideen für gute Vorsätze an. Wie wäre es denn, wenn Sie nächstes Jahr mal Ihren Job richtig aufmöbeln? Zwei Faktoren können Ihnen dabei helfen: Ein Frühjahrsputz und eine hübsche Renovierung. So gewinnen Sie mehr Freude an der Arbeit, ohne den "Saftladen" abzureißen! Die Zweifaktoren-Theorie von Herzberg zeigt Ihnen welche zwei Dinge sie aufpolieren müssen.
Dienstag, 2. Dezember 2014
Schluss mit lustig: Vergnügen ist eine ernste Angelegenheit.
Da haben wir im Laufe unserer Entwicklung endlich die langsame Veränderung durch Evolution überwunden, nur um festzustellen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen! Unsere rationale Art, die Gefühle (positive wie negative) ächtet, scheint nicht im Sinne der Evolution zu sein. Wir halten uns also für schlauer, als unser eigenes Gehirn. Oder warum versuchen wir Emotionen zu unterdrücken, wo sie doch offensichtlich zu unserem psychischen System gehören? Wir sind wie ein Hund, der seinen Schwanz jagt um ihn loszuwerden. Man dreht sich im Kreis, wenn man versucht etwas loszuwerden, das zu einem gehört.
Montag, 24. November 2014
Link-Tipp: Denken im Wandel: Herbst, Winter, Neujahr – runterkommen, besinnen, durchstarten!
Für den BeckShop.de konnte ich einen kurzen Beitrag zum Stress in der Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel schreiben. In dem Artikel geht es darum, wie man Herbst/Winter/Neujahr zum Runterkommen, Besinnen und neu Durchstarten nutzen kann. Und bald sind ja auch gute Vorsätze fürs neue Jahr fällig - vielleicht sind für Sie ja ein paar Anregungen dabei, wie man mal zu ganz anderen Vorsätzen kommt...
Der Beitrag findet sich im Blog:
http://blog.beck-shop.de/weitere-fachgebiete/psychologie-sozialwissenschaften/denken-im-wandel/
Der Beitrag findet sich im Blog:
http://blog.beck-shop.de/weitere-fachgebiete/psychologie-sozialwissenschaften/denken-im-wandel/
Freitag, 21. November 2014
Unglücklich in der Beziehung mit sich selbst? Self-Dating!
Unser Körper hat es ganz gut eingerichtet, wenn ihm etwas fehlt: Hunger, Durst, Atemnot etc. sorgen dafür, dass wir uns das holen, was unverzichtbar ist. Aber wie ist das mit der anderen "Hälfte" des Körpers - der Seele? Gäbe es das Durst-Gefühl nicht, würden wahrscheinlich viele Menschen in westlichen Gesellschaften vollkommen dehydriert am Mittwoch oder Donnerstag im Krankenhaus eingeliefert werden. Arbeiten statt trinken, bis es zu spät ist. Würde uns das aber auch mit unserer psychischen Gesundheit passieren? Tut es.
Dienstag, 18. November 2014
Link-Tipp: Brett vorm Kopf weil keine Steine im Glas?
Es gibt eine Geschichte von einem Philosophie-Professor, die sich mittlerweile auf zahlreichen Seiten findet. Warum also nochmal eine Seite, die die Geschichte ebenfalls wiederholt? Meiner Meinung nach ist das ganz einfach: In der Geschichte wird ein Bild bzw. eine Metapher verwendet, der/die unsere ganzen Probleme mit Stress und Überforderungen umfasst. Ich möchte aber nicht die Geschichte wiederholen, sondern eine anschließende Interpretation anfügen. Lesen Sie sich doch einfach mal die Geschichte durch (und ich hoffe Sie kehren danach wieder hierher zurück!):
Mittwoch, 5. November 2014
Falsche Werte sind wie Kosmetik: Macht nen schönen Eindruck, darunter sieht's aber übel aus.
Das Leben ist ja so einfach: Man muss einfach nur die richtigen Dinge tun und haben - schon ist man glücklich. Neue Schuhe sind aber auch was tolles! Und das geile Handy macht soooo glücklich, bis ein halbes Jahr später ein noch tolleres herauskommt. Egal, altes weg, neues her - wieder ein halbes Jahr glücklich. Oder nicht? Woher kommt denn die allgemeine Unzufriedenheit und die Suche nach Glück? Scheinbar weil die Erfüllung unserer Wünsche keine Seeligkeit bewirkt, sondern mehr einen kurzen Drogen-Rausch - und nebenbei geht die Seele kaputt, wie der Körper von Alkohol oder Anderem zerfressen wird. Aber warum schaffen wir nur kurze Exzesse und keine andauernde Zufriedenheit? Wenn man den falschen Dingen folgt, kommt man an den falschen Orten raus.
Montag, 27. Oktober 2014
So wie Du denkst, fällt Deine Ernte aus.
Shri Ramakrishna
Montag, 15. September 2014
Stock im Arsch - aber nur halb und das mit Absicht.
Bin ich ein Spießer oder bin ich "cool"? Was ist den heute ein Spießer und was ist cool? Es scheint, als würde die Kategorie "Spießer" regelmäßig nach vorne geschoben (zeitlich). Vor zwanzig Jahren war ein ökologisch orientiertes Leben noch modern. Heute zieht es immer mehr in die breite Masse ein. Ist ökologisch Leben und Denken damit schon konservativ und spießig? Scheinbar ist auch das, was Viele machen allein deswegen "uncool", weil man sich damit nicht abheben kann.
Freitag, 12. September 2014
Erfolgreich unglücklich: Im Lemming-Rudel über die Klippe.
Legendär ist die (etwas überspitzte) Angewohnheit von Lemmingen, ihrem Vordermann über den Klippenrand zu folgen und damit blind in den Tod zu stürzen. Dieser unglaubliche Rudeldruck sorgt natürlich bei Vertretern unserer menschlichen Spezies für erhebliche Erheiterung. Was mag sich so ein Lemming denken, wenn er munter der Masse folgt? Das Rudel wird schon recht haben. Man kann annehmen, dass der Lemming da nicht drüber nachdenken wird - aber wir tun das natürlich ganz selbstverständlich: Nämlich orientieren wir uns ebenfalls ganz selbstverständlich an den Anderen. Positiv hervorzuheben ist, dass das Grenzen hat - Bloß weil einer "hintern Zug springt", springt der restliche Bahnsteig nicht gleich hinterher. Aber ist das immer so offensichtlich?
Montag, 18. August 2014
Spiele, damit Du ernst sein kannst! Das Spiel ist ein Ausruhen, und die Menschen bedürfen, da sie nicht immer tätig sein können, des Ausruhens.
Anacharsis
Mittwoch, 13. August 2014
Genuß ist die vernüftige Abkehr von der Vernunft
Wenn wir Deutschen ein Problem haben, dann ist es die Überbetonung der Vernunft und strikte Disziplin. Aber ist es nicht vernünftig, sich um sein Wohlbefinden zu kümmern? Können Sie sich überhaupt mal etwas gönnen was unvernünftig ist oder widerstrebt Ihnen das total? Lassen Sie sich mal gehen: Wenn Ihnen was Tolles einfällt, bei dem sachliche Gründe dagegen sprechen es zu machen, dann ist es genau das richtige!
Dienstag, 22. April 2014
Link-Tipp: 5 ungewöhnliche Tipps für ein glücklicheres Leben
Im Zusammenhang mit dem Buch "Den Kopf frei machen und so bleiben - Anders denken und glücklich werden" konnte ich einen Gastbeitrag auf dem Blog von emotion.de veröffentlichen.
Der Beitrag befasst sich mit 5 Tipps aus dem Buch (von insgesamt 10), die ich für den Blog zusammengefasst habe.
Hier geht's zum Beitrag: http://www.emotion.de/blog/2014/04/5-ungewoehnlich-tipps-fuer-ein-gluecklicheres-leben/
Der Beitrag befasst sich mit 5 Tipps aus dem Buch (von insgesamt 10), die ich für den Blog zusammengefasst habe.
Hier geht's zum Beitrag: http://www.emotion.de/blog/2014/04/5-ungewoehnlich-tipps-fuer-ein-gluecklicheres-leben/
Freitag, 18. April 2014
Falscher Eindruck vom Glück
Wie kann man das Glück finden, wenn man einer Lüge über sein Aussehen folgt?
Mittwoch, 16. April 2014
Wie misst man Glück?
Die Maßeinheit für Glück ist nicht die Anzahl von Dingen und Erfolgen, sondern die Häufigkeit von Freude.
Ist mir egal, ob ich gleichgültig bin...
Naaaaaa, in letzter Zeit wieder mal so richtig geärgert? Ja, muss ja auch sein. Warum kann nicht alles mal einfach klappen und wie geplant laufen. Schließlich ist das hier kein Kasperle-Theater, sondern es geht um alles! Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder macht was er will. Hier herrschen Zucht und Ordnung. Gehört so! Ehrlich? Natürlich denken wir, dass es so sein muss. Aber mal kritisch nachgedacht: Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Macht man den "ach-so-wichtigen" Monatsbericht nicht jeden Monat? Ist nicht immer alles "furchtbar dringend"? Retten wir denn mit jeder "ganz wichtigen Email" die Welt vor dem Untergang? Warum glauben wir denn, dass immer alles reibungslos laufen muss und es nie Probleme gibt? Wäre es da nicht schlauer zu sagen, dass egal was man versucht, immer irgendwas nicht klappt und nicht alles perfekt sein kann?
Freitag, 11. April 2014
Geld: Störung Nr. 305.90 (DSM IV TR)
Ist Geld nicht schön? Wir fiebern (fast) den ganzen Monat auf die segnende Gelddusche am Monatsende hin. Was für ein Hochgefühl - endlich wieder Geld auf dem Konto. Doch der Rausch ist kurz: Nach wenigen Tagen ist das meiste weg. Der Entzug wird im letzten Drittel besonders stark. Da heisst es die letzten Groschen zusammenhalten und sparsam "konsumieren". Warum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig? Aber vielleicht kann man sich ja was dazu verdienen? Also "Augen zu und durch" und danach gibts ne kleine Zusatz-Dosis. Der Rausch ist auch schnell vorbei. Denken Sie dabei nich auch an Drogenabhängigkeit? Großes Verlangen, mühsame "Beschaffung", kurzer Rausch, Ernüchterung und gleich wieder neues (größeres) Verlangen? Da lohnt sich ein Blick auf die Kriterien für eine Substanzabhängigkeit!
Montag, 31. März 2014
Gedanklicher Abflug: Neue Perspektiven dank Vogelperspektive.
Wenn man sich mal wieder richtig über etwas ärgert, möchte man am Liebsten einfach davon fliegen. Eventuell kommt man auch auf die Idee "in die Luft zu gehen", was aber nach meinem Verständnis mehr das Explodieren meint und da empfinde ich den Vogelflug als weniger schmerzhaft (und das ist es auch emotional). Der Vergleich ist gar nicht so schlecht: Explodieren Sie bei Ärger (zumindest tendenziell) oder fliegen Sie gedanklich - mit Schulterzucken und Kopfschütteln - davon? Ich denke wir wünschen uns das "davon fliegen", reagieren aber eher explosiv oder mit ähnlichen Gefühlen, die wir dann herunter schlucken müssen. Aber wie wäre es, wenn wir uns am "gedanklichen Abflug" orientieren würden? Die Vogelperspektive (oder "Metaebene" bzw. "Distanz") verspricht uns in allen Situationen buchstäblich neue Perspektiven.
Der Weg zum Glück - wie es nicht geht: Brechts BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS
BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS
Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.
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