Eine landläufige Redewendung ist "Lebst Du, um zu arbeiten oder arbeitest Du, um zu leben?". Ein Spruch der dann mal gern weggelächelt wird. Neben leichter Belustigung dürfte der Spruch auch gar nicht besonders weit in unser Gehirn vordringen - schließlich stellt sich die Frage ja gar nicht. Aber man sollte sich die Frage mal drastischer stellen: Was wenn Sie am Ende des Lebens feststellen, dass Sie Ihr ganzes Leben für die Arbeit geopfert haben? Wenn Sie auf vieles verzichtet haben, was Sie jetzt nicht mehr nachholen können? Das nennt sich dann Midlife-crisis: Man stellt fest, dass die falschen Dinge wichtig waren und dann kauft Mann sich einen Sportwagen und versucht die Jugendlichkeit nachzuholen.
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Mittwoch, 4. März 2015
Mittwoch, 26. November 2014
Disziplin ist wie Gemüse: Soll gut sein, macht aber keinen Spass.
Mögen Sie Gemüse? Wenn Sie kein absoluter Fan von Gemüse sind, sollte Ihnen das hier bekannt vorkommen: Wenn man irgendetwas isst, das man liebt ist das ein quasi-erotisches Erlebnis. Aber haben wir das gleiche Gefühl wenn wir einen richtig gesunden Gemüseteller gegessen haben? Die meisten eher nicht. Aber warum? Das Gemüse ist doch so gut für uns - warum lieben wir das nicht? Ganz einfach: Wir haben nur etwas getan was wir sollen - nicht etwas, dass wir wollen! Was glauben Sie wie viele Dinge man den ganzen Tag tut, die man tun SOLL? Wieviele Dinge tun Sie, die Sie tun WOLLEN? Wie kann es uns da wundern, dass wir nicht glücklich werden! Sind wir nicht eine Gesellschaft von Pflichtversessenen? "Erst die Arbeit - dann das Vergnügen"; aber bleibt da noch Zeit und wissen wir überhaupt noch, was Vergnügen ist?
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Donnerstag, 14. August 2014
Horror nach dem Urlaub: Daimler schafft den Emailberg nach den Ferien ab.
Wie (u.a.) Spiegel online berichtet, ermöglicht Daimler nun seinen Mitarbeitern, die Emails im Urlaub einfach direkt zu löschen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/daimler-loescht-e-mails-im-urlaub-a-868960.html
Sicherlich ein Umdenken, dass die rasche Un-Erholung spätestens am letzten Urlaubstags deutlich mindern dürfte. Aber es ist auch ein wichtiges Zeichen hinsichtlich der 24/7-Erreichbarkeit: Es geht scheinbar doch, einfach mal zu sagen "Ich bin nicht erreichbar".
Sicherlich ein Umdenken, dass die rasche Un-Erholung spätestens am letzten Urlaubstags deutlich mindern dürfte. Aber es ist auch ein wichtiges Zeichen hinsichtlich der 24/7-Erreichbarkeit: Es geht scheinbar doch, einfach mal zu sagen "Ich bin nicht erreichbar".
Mittwoch, 2. Juli 2014
Work-Life-Balance: Erst die Arbeit und dann das ... Nein, doch lieber noch mehr arbeiten.
"Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass". Seit der Erfindung des Trockenshampoo geht das ja auch. Bei anderen Sachen ist das schwieriger: Mehr Freizeit und Erholung, aber bitte ohne etwas anderes zu vernachlässigen. Das wäre doch schön. Geht aber nicht, weil es immer noch etwas zu tun gäbe und weil wir immer noch etwas mehr schaffen könnten. Wenn der Schrank voll ist, geht halt nichts mehr rein. Und der Schrank ist schon wirklich voll! Da muss man wohl mal ausmisten. Das Problem löst sich erst, wenn man akzeptiert, dass der Schrank zu voll ist und man weniger reinpacken muss, wenn es drinnen lockerer sein soll (und nicht so chaotisch). So ist das auch mit dem Leben: Wenn man sich immer noch was drauf packt, kann es ja nicht weniger werden. Soll es lockerer werden, muss was gestrichen werden. Irritiert, empört, amüsiert, überrascht? Das ist ja der Anfang vom Versager-Lebenslauf. Wirklich?
Freitag, 9. Mai 2014
Durchhalten: Das Ziel ist zwar nicht in Sicht - es wird es aber auch niemals sein.
Ach, wie schön wäre ein entspannteres Leben. Zeit für sich und für die Familie, weniger Stress und kein Hetzen oder Kämpfen mehr. Aber irgendwann wird es besser! Irgendwann hat man alles geschafft und dann wird es ruhiger. Wetten, dass das nicht passieren wird!? "Einer geht noch" gilt nicht nur für die nächste Runde in der Kneipe, sondern für das ganze Leben. "Das geht noch" und "das könnte man auch noch" und "das wäre noch wichtig" und "das muss auch noch sein"... Wenn man immer alles schaffen will und gleichzeitig alles lockerer haben möchten, dann will man im Keller ein Sonnenbad nehmen. Wenn man nichts weglässt hat man nicht mehr Zeit. Der Kuchen schmeckt nicht besser, wenn man das Rezept nicht ändert (außer man lässt ihn verbrennen - das wäre dann im übtragenen Sinne der Burn-Out).
Donnerstag, 1. Mai 2014
Arbeit ist wie ein Dom - wird nie fertig...
So ein Dom - bzw. ein alte, große Kirche - ist schon etwas Faszinierendes: Sobald Sie mit dem Restaurieren einmal drum rum sind, können Sie wieder von vorne anfangen. Bis das gesamte Bauwerk einmal saniert ist, dauert es so lange, dass am Anfang schon wieder alles im Eimer ist. Man geht Stück für Stück um den Dom und jedesmal wenn etwas fertig ist, sieht man das nächste Stück, das noch gemacht werden muss. Aber ist das nicht genau das gleiche mit unseren täglichen Verpflichtungen? Rückt nicht bei jeder erledigten Aufgabe gleich die nächste Aufgabe in den Blick? Endlos wie beim Dom?
Freitag, 28. März 2014
Schönes Wochenende, wenn's geht!
Es ist Freitag und alle freuen sich auf's Wochenende! Wirklich? Sind denn nicht schon die nächsten 6 Wochenenden voll ausgeplant? Es ist ja auch so wenig Wochende im Vergleich zur ganzen Woche. Aber wie wäre es mal mit einer Schlankheitskur für das Wochende? Mal abspecken beim Freizeitstress! Geht nicht? Soviel zu tun und so wenig Zeit? Das Wochende ist der Prügelknabe der Wochentage: Alles was über die Woche liegen geblieben ist muss das Wochenende ausbügeln. Mal von den ganzen Verpflichtungen abgesehen... Wie soll das also gehen? Mit FDH für's Leben...
Montag, 9. Dezember 2013
Allzeit Spaß-befreit
Na, wann haben Sie sich denn das letzte Mal etwas gegönnt? Ja, tatsächlich? Und, schlechtes Gewissen danach gehabt? Erst die Arbeit dann das Vergnügen. Das gehört so! Vielleicht können Sie sich aber gar nicht mehr erinnern oder haben einfach gar nicht die Zeit, mal wieder was schönes zu machen!? Gerade mit der Arbeit ist das ja so eine Sache: Wann bleibt nach der Arbeit und den ganzen Pflichten eigentlich noch Zeit für Schönes? Wer Freizeit hat ist doch ein Versager - oder?
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