Das Leben ist ja so einfach: Man muss einfach nur die richtigen Dinge tun und haben - schon ist man glücklich. Neue Schuhe sind aber auch was tolles! Und das geile Handy macht soooo glücklich, bis ein halbes Jahr später ein noch tolleres herauskommt. Egal, altes weg, neues her - wieder ein halbes Jahr glücklich. Oder nicht? Woher kommt denn die allgemeine Unzufriedenheit und die Suche nach Glück? Scheinbar weil die Erfüllung unserer Wünsche keine Seeligkeit bewirkt, sondern mehr einen kurzen Drogen-Rausch - und nebenbei geht die Seele kaputt, wie der Körper von Alkohol oder Anderem zerfressen wird. Aber warum schaffen wir nur kurze Exzesse und keine andauernde Zufriedenheit? Wenn man den falschen Dingen folgt, kommt man an den falschen Orten raus.
Seiten
Labels
- Beziehung (2)
- Bilder (2)
- Brain Kitchen (3)
- Gesellschaft (7)
- Gesellschaftlicher Druck (23)
- Glück und Zufriedenheit (28)
- Interessante Basics (21)
- Neue Werte (8)
- Probleme und Bewältgung (21)
- Serie Wand im Kopf (8)
- Soziale Konstruktionen (15)
- Spaß und Entspannung (9)
- Stress und (An)forderungen (14)
- Tipps (19)
- Work-Life-Balance (8)
- Zeitgeschehen (7)
- Zitate (16)
Posts mit dem Label Soziale Konstruktionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Soziale Konstruktionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 5. November 2014
Falsche Werte sind wie Kosmetik: Macht nen schönen Eindruck, darunter sieht's aber übel aus.
Donnerstag, 9. Oktober 2014
Super Lösung: Während ich Einen reinlege, versuchen zehn andere das Gleiche mit mir.
Ist es nicht wunderlich, wie sehr wir uns gegenseitig "auf den Sack gehen", weil komische Werte uns zu diesem Verhalten bringen? Es gibt Regeln, die uns sagen, dass wir mit anderen im Wettberwerb stehen und damit folglich im Wett-KAMPF. Man vergisst leicht, dass man dabei nicht nur kämpft, sondern gleichzeitig von vielen Anderen bekämpft wird. Würde eine Ameise eine andere rammen, nur um schneller am Ameisenhügel zu sein? Würden wir einen Kollegen torpedieren, nur um höher in der Gunst des Chefs zu stehen? Wer ist jetzt das dumme Tier? Tolle Werte, die uns dazu führen Andere zu bekämpfen und dabei gleichzeitig von Anderen bekämpft zu werden - man muss halt nur gewinnen...
Labels:
Gesellschaft,
Neue Werte,
Soziale Konstruktionen
Freitag, 12. September 2014
Erfolgreich unglücklich: Im Lemming-Rudel über die Klippe.
Legendär ist die (etwas überspitzte) Angewohnheit von Lemmingen, ihrem Vordermann über den Klippenrand zu folgen und damit blind in den Tod zu stürzen. Dieser unglaubliche Rudeldruck sorgt natürlich bei Vertretern unserer menschlichen Spezies für erhebliche Erheiterung. Was mag sich so ein Lemming denken, wenn er munter der Masse folgt? Das Rudel wird schon recht haben. Man kann annehmen, dass der Lemming da nicht drüber nachdenken wird - aber wir tun das natürlich ganz selbstverständlich: Nämlich orientieren wir uns ebenfalls ganz selbstverständlich an den Anderen. Positiv hervorzuheben ist, dass das Grenzen hat - Bloß weil einer "hintern Zug springt", springt der restliche Bahnsteig nicht gleich hinterher. Aber ist das immer so offensichtlich?
Mittwoch, 20. August 2014
Illusionen: Ist die Karriereleiter nicht eher eine Gülle-Pumpe?
Die gesellschaftliche Versprechung zum beruflichen Aufstieg lautet doch ungefähr so: "Kompetenz+Leistung=Aufstieg"!? D.h., wenn man geeignet ist und brav Stufe für Stufe auf der Karriereleiter erklimmt, dann kommt man - dank eigener Bemühung - oben an. Das mag es sicherlich geben, ich behaupte hier aber mal einen anderen Mechanismus, der mehr dem Anspülen und Ansaugen von Gülle entspricht...
Dienstag, 8. Juli 2014
Ich mag Regeln, wenn sich die Anderen dran halten.
Immer diese dummen Regeln... Tu dies nicht, tu das nicht... Was soll das denn immer? Haben Regeln denn einen Sinn oder ist das nur - besonders - die deutsche Pingeligkeit? Regeln und Normen sind soziale Konstruktionen: Sie sind gesellschaftlich vereinbart, haben sich aus früheren Problemen entwickelt und sind Lösungen dieser Probleme, die durch die Regeln verhindert werden sollen. Aus dieser Warte ist auch eine soziale Konstruktion mal gar nichts schlechtes. Schwierig wird es bei dem Punkt, wer sich denn an die Regeln halten muss und wer nicht. Die einfache Regelung: Die Anderen sollen sich daran halten, selbst kann man schon mal davon abweichen - ist ja nur eine Ausnahme.
Dienstag, 17. Juni 2014
Bitte noch ne Runde Aufklärung - die letzte is alle.
Na, was haben wir heute denn noch zu tun? Schauen wir mal auf die Checkliste: Haus, Auto, Nachwuchs, toller Job, viel Geld, den neuesten und teuersten Konsumkram, ein super Aussehen und einen sexy Body, die beeindruckensten Hobbies und, und, und... Alles da? Nein? Dann aber los! Aber wofür braucht man den ganzen Quatsch eigentlich? Für die meisten Sachen, nach denen man sich verzehren kann, fallen mit gar keine richtigen Gründe ein. Also Fernsehen ist schon ganz unterhaltsam, aber geht das nicht auch mit der alten Glotze? Eigenes Haus ist schon toll, aber der Riesen-Aufwand dafür (wenn man keines geerbt hat)? Eigentlich kommt der Wunsch nach dem ganzen Zeug doch von jemand anders, aus der Werbung oder blöden Zeitschriften. Ich denke mal, dass sich Kant ganz an den Kopf fassen müsste, wenn er sehen würde was zwei Jahrhunderte später aus der aufgeklärten Menschheit geworden ist.
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Immanuel Kant (1784)
Labels:
Soziale Konstruktionen,
Zeitgeschehen
Freitag, 18. April 2014
Falscher Eindruck vom Glück
Wie kann man das Glück finden, wenn man einer Lüge über sein Aussehen folgt?
Mittwoch, 16. April 2014
Ist mir egal, ob ich gleichgültig bin...
Naaaaaa, in letzter Zeit wieder mal so richtig geärgert? Ja, muss ja auch sein. Warum kann nicht alles mal einfach klappen und wie geplant laufen. Schließlich ist das hier kein Kasperle-Theater, sondern es geht um alles! Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder macht was er will. Hier herrschen Zucht und Ordnung. Gehört so! Ehrlich? Natürlich denken wir, dass es so sein muss. Aber mal kritisch nachgedacht: Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Macht man den "ach-so-wichtigen" Monatsbericht nicht jeden Monat? Ist nicht immer alles "furchtbar dringend"? Retten wir denn mit jeder "ganz wichtigen Email" die Welt vor dem Untergang? Warum glauben wir denn, dass immer alles reibungslos laufen muss und es nie Probleme gibt? Wäre es da nicht schlauer zu sagen, dass egal was man versucht, immer irgendwas nicht klappt und nicht alles perfekt sein kann?
Freitag, 11. April 2014
Geld: Störung Nr. 305.90 (DSM IV TR)
Ist Geld nicht schön? Wir fiebern (fast) den ganzen Monat auf die segnende Gelddusche am Monatsende hin. Was für ein Hochgefühl - endlich wieder Geld auf dem Konto. Doch der Rausch ist kurz: Nach wenigen Tagen ist das meiste weg. Der Entzug wird im letzten Drittel besonders stark. Da heisst es die letzten Groschen zusammenhalten und sparsam "konsumieren". Warum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig? Aber vielleicht kann man sich ja was dazu verdienen? Also "Augen zu und durch" und danach gibts ne kleine Zusatz-Dosis. Der Rausch ist auch schnell vorbei. Denken Sie dabei nich auch an Drogenabhängigkeit? Großes Verlangen, mühsame "Beschaffung", kurzer Rausch, Ernüchterung und gleich wieder neues (größeres) Verlangen? Da lohnt sich ein Blick auf die Kriterien für eine Substanzabhängigkeit!
Montag, 31. März 2014
Der Weg zum Glück - wie es nicht geht: Brechts BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS
BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS
Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.
Montag, 24. März 2014
Die Karriere ist keine Autobahn, sondern ein Holzweg
Heute schon befördert worden? Gehaltserhöhung? Nein, gar nichts? Auch kein Lob? Na dann hat sich die Mühe ja gelohnt. Wochen und Monate lang nur Vollgas gegeben und was ist unterm Strich rausgekommen? Irgendwas dabei, wofür sich mehr als 10 Menschen interessieren? Oder etwas, dass wenigstens einem Menschen geholfen hat? Und nein: Bloß weil Sie Ihren Job gut gemacht haben, heisst das nicht, dass Sie etwas Gutes gemacht haben... Leider... Aber warum sind wir denn so versessen auf die Karriere? Was bringt's denn wirklich? Wohin führt denn die Karriere-Autobahn?
Mittwoch, 19. März 2014
Hammer: Ein Klospülstein der sich dreht! Toll wäre auch eine Scheibe Wurst, die blinkt.
Was machen Sie beruflich? Ich hoffe (für Sie), dass Sie nicht Produkt-Entwickler in der Reiniger-Branche sind. Dummerweise sind die meisten Stoffe und ihre Wirkung weitgehend bekannt. Mit Produktinnovationen ist es also schwer. Was machen wir da? Marketing! Ich hoffe wirklich für Sie, dass Sie nicht im Produktmarketing arbeiten. Warum? Sie müssten sich dann so Dinge wie Klospülsteine ausdenken, die sich drehen. Und ja, das ist kein Witz. Noch schlimmer wäre aber, wenn Sie unkritisch sind. Dann würden Sie zu den Leuten gehören, die diesen Klospülstein kaufen müssen.
Mittwoch, 22. Januar 2014
Frieden kann man jetz ganz einfach unter den Armen verteilen (sprühen)
Ich entschuldige mich, dass hier schon wieder ein Post zum groben Thema "Werbung" kommt - ich gelobe etwas mehr Abwechslung! Allerdings ist es empörend was ich gerade sehen musste. Eine moralisch natürlich vorbildliche Duftwässerchen-Firma bringt jetzt Frieden für die Achselhöhle. Mit "A*e 'Peace'" ist Frieden garantiert - "some day". Von der dämlichen Suggestion abgesehen finde ich die Assoziation von Weltfrieden und dummen Deo wirklich widerlich. Das übertrifft vielleicht sogar die dämliche "Heile-Welt-Kampagne" des Konzerns der die beliebte braune Brause mit Diabetes-Garantie vertreibt ("Es gibt mehr Teddies als Panzer" - genauso erbärmlich).
Freitag, 17. Januar 2014
Charakter ist kein Käse und kann man auch nicht kaufen
Momentan läuft wieder eine wunderbare Werbung im Fernsehen: Da schlägt uns doch ein Reiseanbieter vor: "Reise Dich interessant". Na, das ist doch mal ein wirklicher toller Vorschlag - schließlich hat man soviel zu erzählen wenn man die Welt kennt. Aber nicht so schnell! Was sagt uns diese Firma damit denn wirklich? Sie sagt uns: "Du bist uninteressant". Geht's noch? Und da soll eine Reise helfen? Nein, aber die Firma will ja nur eine Reise verkaufen. Ob Sie hinterher interessanter sind oder nicht ist vollkommen Wurst.
Dienstag, 14. Januar 2014
Soziale Konstruktionen sind weder sozial noch konstruktiv
"Kleider machen Leute" - ja aber eigentlich nein. Diese Wortwendung ist wohl das allerbeste Beispiel für eine soziale Konstruktion. Dieser Spruch bringt nämlich genau den "Mechanismus" auf den Punkt und verdeutlicht auch noch, wie das Ganze in unsere Köpfe kommt!
Abonnieren
Posts (Atom)